Es isch wie's isch (2014)

 

Tanz & Choreografie: Natalie Wagner

Dauer: 20 Min.

Kulturkritik.ch

NZZ Neue Zürcher Zeitung

Mit dem Solostück, Es isch wie’s isch!, präsentiert Natalie Wagner verschiedene menschliche Fassaden, die auf der Suche nach Anerkennung, Positionierung, Entsprechung und Rückhalt sind. Mittels geschickt umgesetzter körperlicher Inszenierungen demonstriert sie die Zwiespältigkeit von individuellen Erscheinungen im Alltag auf der Bühne. Ihre Konstruktion und Destruktion der Figuren offenbaren sich als frivoles Spiel einer höheren Macht, deren Auslieferung als aussichtlos erscheint.

Die Aufführung bietet viel Interpretationsspielraum und soll das Publikum dazu animieren selbstreflexiv zu sein und die vermittelten Inhalte selber zu kontextualisieren.

Es isch wie’s isch zeigt ein aufregendes und spannendes Wechselspiel zwischen manischer Leidenschaft und unverhoffter Niedergeschlagenheit. Natalie Wagner versinnbildlicht mit jeder ihrer gespielten Rollen eine bis zu ihrer Narbe gepflückte Blüte, die sich in ihrer Nacktheit völlig hilflos und aussichtslos präsentiert, und somit die Herzen und Seelen der Menschen berührt. (Text: Saif Ali)

Fotos: Helen Ree